Bühnenkunstpreis für Eike Baum in der Rolle der Franziska Jägerstätter
Ausgabe: 2011/08, Jägerstätter, Bühnenkunstpreis, Baum, Rolle
23.02.2011
Im Rahmen einer Feierstunde hat Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am 16. Februar die Bühnenkunstpreise des Landes Oberösterreich verliehen: Den mit 7.500 Euro dotierten Bühnenkunstpreis erhielt Eike Baum.
Eike Baum ist seit 50 Jahren als Schauspielerin präsent: zunächst im Landestheater, in der Folge als engagierte Mitstreiterin der freien Szene. Die Fachjury, die über die Zuerkennung der Preise entscheidet, war besonders von ihrer Rolle als Franziska Jägerstätter in einer Produktion des „theaters des kindes“ in Kooperation mit Linz09 beeindruckt: „Eike Baum charakterisiert im Jägerstätter-Stück eine starke und liebevolle Persönlichkeit. Eigenschaften, die ohne Abstriche auch der Theaterfrau Eike Baum zuzuschreiben sind“, so die Jury in ihrer Begründung. Im Stück „Franziska Jägerstätter erzählt“ sitzt die Akteurin in ihrer Wohnung und schreibt gerade einen Brief, da kommt Besuch. Darüber freut sie sich, denn Franziska mag die Menschen und sie spricht gerne mit ihnen. Sie kennt viele berühmte Persönlichkeiten. Mit allen hat sie schon gesprochen. Aber jetzt redet sie mit Kindern, denn die mag sie besonders gern. Sie erzählt aus ihrem Leben, ihrem langen Leben. Sie erinnert sich an die glücklichen Jahre mit Franz, die schlimmen Jahre des Krieges und des Abschiednehmens und an ihr langes Leben als Witwe. – Das Stück, das ein schwieriges Thema kindgerecht und ansprechend auf die Bühne brachte, erhielt viel Zuspruch – sowohl vom Publikum als auch von den Kritikern.
Vielfalt des qualitätsvollen Theaters. Der Kulturverein Musentempel wurde bei dieser Feier mit dem Anerkennungspreis geehrt. Landeshauptmann Pühringer gratulierte den Preisträgerinnen, denen es in ihrer jeweils individuellen Art hervorragend gelungen war, Publikum wie Kritik gleicher-maßen zu überzeugen. LH Pühringer: „Eike Baum und der Kulturverein Musentempel stehen für die Vielfalt qualitätsvollen Theaters in unserem Land. Sie repräsentieren eine lebendige Szene, die auf zeitgemäße Art versucht, Menschen aller Generationen für Theater zu begeistern.“