Fridolin war irischer Wandermönch, Glaubensbote der Alemannen und Begründer des Klos-ters Säckingen. Geschichtliche Aufzeichnungen schwanken zwischen dem 5. und 7. Jh. – über seine Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft ist man sich jedoch einig. In einem Rechtsstreit um das Wohl des Klosters flehte er zu Gott um Beistand. Der Stein, auf dem er betend kniete, trägt bis heute die Abdrücke seiner Arme und Knie und ist in der Liebfrauenkirche in Rankweil aufbewahrt. Ich durfte vor einigen Jahren auch dort knien und beten – ein unvergessliches Erlebnis! Wie ich zu meinem Taufnamen kam, weiß ich nicht. Meine fünf Geschwister tragen bekanntere Namen von Heiligen – doch ich habe mit meinem selteneren Namen große Freude. Als langjähriger Leser der KirchenZeitung habe ich schon zwei Mal einen Namenstagbeitrag für den Heiligen gelesen. Ich grüße alle Namensvettern herzlich, besonders Fridolin Engl (Ebensee) und Fridolin Ruhmanseder (Viechtenstein). Ich fühle mich mit Euch im Gebet verbunden.
Fridolin Seidel, Volkschullehrer i. R. (Jg. 1927), Organist in der Pfarre, lebt mit seiner Familie in Alt-münster.