Alle Menschen sind gleich, heißt es. Manche sind gleicher, sagen die, die sich benachteiligt fühlen. Sie schauen dann von Neid erfüllt auf jene, die sich in Wirtschaft und Politik tummeln und sich gegenseitig höhere Gehälter und ein schönes Leben zusichern.Doch Neid lähmt.
Ich gestehe, ich bin manchmal neidisch. Zum Beispiel auf Bankdirektoren (von Direktorinnen höre ich selten), die auch in anderen Unternehmen im Aufsichtsrat sitzen. Die zu ihrem Gehalt als Direktor – das sie zweifellos verdienen – ein Honorar als Aufsichtsrat erhalten, zusätzlich den ermäßigten Eintritt im Golfclub, beste Konditionen bei ihren privaten Bankgeschäften, ermäßigte Preise im Schuhgeschäft und den begehrten Schulplatz für ihre Kinder. Ich bin auch manchmal neidisch auf Berufsgruppen, die – so scheint es –einen Lohn für mehr Stunden erhalten als sie tatsächlich arbeiten oder Privilegien genießen, die seit 100 Jahren gelten und nicht hinterfragt werden.
Aber das sind Vorurteile, die sich nur hin und wieder bestätigen. Der Neid raubt die eigene Energie. Besser ist es, den anderen das Erreichte zu gönnen und die Energie für Positives zu verwenden. Um sich selbst das Leben schön zu machen!