„Einen Weltenbaumeister anzunehmen ist intellektuell nicht unredlich, wenngleich es für ihn keinen Beweis gibt“, sagt der Theologe und Mediziner DDr. Johannes Huber bei der Severinakademie.
Es gibt drei zeitliche Fenster, in denen ein Mensch in seinen grundlegenden Verhaltensmustern geprägt wird: in der Schwangerschaft, den ersten fünf Lebensjahren und in der Zeit der Pubertät. Mit dieser These sorgte der Theologe und Mediziner DDr. Johannes Huber bei der diesjährigen Severinakademie der Forums St. Severin am 10. Jänner für viel Diskussionsstoff. Die dort geprägten Beziehungsmuster ließen sich in späteren Phasen nur sehr schwer ändern, meinte er. Die Frage, ob die Welt einen Bauplan und somit einen Architekten habe – so der Vortragstitel –, lässt sich nach Hubers Ansicht nicht in die eine oder andere Richtung beantwoten. Er plädiert aber für eine Achtung der jeweiligen Position gegenüber. Die Frage nach den „Bauplänen der Schöpfung“ müsse offen bleiben, alles andere wäre „intellektuell unredlich“. „Einen Weltenbaumeister anzunehmen ist intellektuell nicht unredlich, wenngleich es für ihn keinen Beweis gibt“, so Huber.