Österreich soll keinen Atomstrom importieren, fordern mehrere Anit-Atominitiativen. Das würde die Wirtschaftslichkeit von AKW-Projekten verschlechtern, hoffen Umweltorganisationen
GLOBAL 2000 fordert ein Verbot des Handels mit „Strom unbekannter Herkunft“ und das Verbot direkter Atomstromimporte. In Österreich stammen fast 15 Prozent des in Haushalten und Industrie bezogenen Stroms aus „unbekannter Herkunft“, im Fachjargon „Graustrom“ genannt. GLOBAL 2000 stellte auch Berechnungen vor, wonach der Verzicht auf Atomstrom für die Stromlieferanten keine erhöhten Kosten bedeuten würde. Die Mütter gegen Atomgefahr das Anti-Atom-Komitee und atomstopp haben zum Atom-stromgipfel am Montag, 16. Jänner mit GLOBAL 2000 und Greenpeace ein Importverbot von Atomstrom verlangt. Um diese Forderungen zu unterstreichen, haben die oö. Anti-AKW-Aktivist/innen am Tag des Gipfels vor dem Bundeskanzleramt demonstriert. Ein Verbot von Atomstromimporten würde die Wirtschaftlichkeit von AKW-Projekten verschlechtern. Vielleicht, so hoffen die AKW-Gegner/innen, entschließen sich die Betreiber, die Ausbaupläne für Atomkraftwerke aufzugeben.