Die Wirklichkeit in kurzer Zeit verändern ist der Anspruch von „72 Stunden ohne Kompromiss“. Die Jugendsozialaktion von Katholischer Jugend und young-Caritas geht heuer in die nächste Runde. 2011 gab es für den großen Einsatz den Solidaritätspreis.
Sie gestalten Spielplätze für behinderte Kinder, malen Flüchtlingsheime aus oder organisieren eine Riesenparty für Senioren. Ärmel hochkrempeln, improvisieren und kreativ sein ist der Grundsatz des Sozialprojekts „72 Stunden ohne Kompromiss“. Es findet alle zwei Jahre statt, das nächste Mal im Herbst 2012. „Es soll für die Jugendlichen ein positiver Druck sein, innerhalb von 72 Stunden fertig zu werden“, sagt Christine Siebert, die das Projekt für die youngCaritas mitbetreut. Dazu wird in der Planung darauf geachtet, dass es sich um Aktionen handelt, die weder über- noch unterfordern. Zeitgleich in ganz Österreich lösen Jugendliche innerhalb von 72 Stunden gemeinnützige Aufgaben, die sie in der Regel erst bei Projektstart genannt bekommen. Vor eineinhalb Jahren packten in Oberösterreich rund 600 Jugendliche in 45 Einzelprojekten mit an.
Neue Welten tun sich auf. „Für die Jugendlichen tun sich bei den Projekten total neue Erfahrungswelten auf. „Die Rückmeldungen sind häufig, dass die Jugendlichen die 72 Stunden als sehr bereichernd und cool empfunden haben“, erzählt Maria Hochholzer, die bei der Katholischen Jugend für das Megaprojekt zuständig ist. Für die nächste Aktion im Herbst (17. bis 20. Oktober 2012) scharrt sie bereits in den Startlöchern. „Die Vorlaufzeit bei einem so großen Projekt beträgt ein Jahr“, berichtet Hochholzer. Dabei merkt man bei der sechsten Auflage von „72 Stunden“, dass sich die Jugendsozialaktion immer besser etablieren kann. „Mittlerweile fragen mich schon Einrichtungen, ob sie wieder mitmachen können“, sagt Christine Siebert. Erfreulich ist zudem, dass einige Projekte längerfristige Früchte zeigen und das Engagement über die vier Tage hinausgeht.
Begegnung der Generationen.
Der Schwerpunkt für 2012 steht bei „72 Stunden ohne Kompromiss“ bereits fest: Solidarität der Generationen. Ein Ziel der Aktion ist, junge Menschen in Kontakt mit Menschen anderer Generationen zu bringen. Wer dazu oder aber vielleicht auch ganz andere Ideen hat, kann diese bereits unter www.72h.at einreichen.