Dass Vizekanzler Michael Spindelegger vorgeprescht ist und mögliche Sparpläne bei den Pensionen öffentlich gemacht hat, obwohl sie noch nicht fixiert waren, kann in den Bereich der politischen Taktik verwiesen werden. Er will damit wohl den entschlossenen Sparwillen gegenüber der eigenen Klientel demonstrieren. Dass bei den Pensionen angesichts des tatsächlichen Antrittsalters und der längeren Lebenserwartung etwas getan werden muss, steht allerdings außer Zweifel. Wenn das nur über Kürzungen gehen soll, führt die „Reform“ sehr rasch zu sozialen Unverträglichkeiten. Wie man gegen Frühpensionierungen auch die Unternehmen in die Verantwortung einbinden kann, hat Schweden vorgemacht. Von der ÖVP fehlen solche Konzepte – zulasten älterer Arbeitnehmer/innen.
Hans Baumgartner
Kälte ist für manche lebensbedrohlich
Warm anziehen! Der Winter zeigt sich nach wie vor von seiner frostigsten Seite. Tipps zum Schutz vor Kälte – Haube auf, Handschuhe an, mehrere wärmende Schichten übereinander – wer kennt sie nicht. Am besten ist, so schnell wie möglich raus aus der Kälte, rein in die Wärme. Aber was machen jene, die nicht die Möglichkeit haben, Zwiebelschichten übereinanderzuziehen geschweige denn, in die warme Stube zu flüchten? Für sie ist die extreme Kälte lebensbedrohlich. In Europa sind bereits mehr als 300 Menschen erfroren; in Österreich bisher vier Menschen. All jenen sei hier gedankt, die Notschlafstellen errichten, Schlafsäcke zur Verfügung stellen, Obdachlosen einen Platz zum Aufwärmen bieten.
Susanne Huber