In zahlreichen Pfarren finden rund um Valentin Gottesdienste für Liebende statt. Der Familienseelsorger Franz Harant hat für diesen „neuen Brauch“ kräftig geworben.
Der Erfurter Dompfarrer (heute Weihbischof) Reinhard Hauke wollte den Valentinstag „als Fest für Liebende“ nicht nur dem Kommerz überlassen. Und so lud er im Jahr 2000 mit der evangelischen Pfarrerin Bianca Piontek bewusst über die Kirchengrenzen hinaus zu einem „Gottesdienst für Menschen, die liebend unterwegs sind“ mit abschließendem Segen für die Paare ein. Als der Linzer Familienseelsorger Franz Harant davon las, war er von der Idee so begeistert, dass er bereits im Jahr 2001 in seiner Pfarre Pasching zu einem Gottesdienst für Liebende einlud. Als Geistlicher Assistent des Forums „Beziehung, Ehe und Familie“ der Katholischen Aktion Österreichs sorgte er für die Verbreitung der Idee. Heute gibt es rund um Valentin in allen Diözesen derartige Angebote. „Ich bin überrascht, wie rasch sich dieser neue Brauch verbreitet hat und wie gerne die Menschen kommen“, sagt Harant.
Stützen. Franz Harant hat schon als Kind einiges über gelingende und misslingende Beziehungen mitbekommen. Als Diakon und Kaplan wurde er bei Taufgesprächen mit den Problemen alleinerziehender Mütter konfrontiert. Er gründete Selbsthilfegruppen – und machte eine Ausbildung zum Ehe-, Familien- und Lebensberater, „weil ich merkte, dass man ein gutes Rüstzeug braucht, wenn man den Menschen wirklich helfen will“. Die Menschen unterstützen und stärken, dass Liebe gelingt, das ist auch sein Anliegen als Familienseelsorger der Diözese Linz (seit 1995) und Geistlicher Assistent der diözesanen Familienstellen (KA-Forum).