Auch Oberösterreich macht mit beim Autofasten, zu dem die evangelische und die katholische Kirche aufrufen: Von 22. Februar bis 7. April Alternativen zum Autofahren probieren und nutzen. Für Oberösterreich koordiniert die Aktion das Sozialreferat der Diözese Linz.
Die Autozahl wächst schnell. 13.600 Österreicher/innen haben sich bislang für das Autofasten registrieren lassen! Erfahrungsgemäß fährt jeder Autofastende pro Tag durchschnittlich 15 km weniger. 2011 wurden auf diese Weise mehr als fünf Millionen Auto-Kilometer eingespart, was 1000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß bedeutet. Für die kirchlichen Umweltbeauftragten ist dies ein Lichtblick in einer sonst düsteren Bestandsaufnahme für das abgelaufene Jahr: Feinstaub-Tage ohne Ende, Verschlechterungen im Zugsangebot, um 8,8 Prozent gestiegene Pkw-Zulassungen. Österreich, so der Befund, sei weit entfernt von einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik. „Die Anzahl der Autos wächst in den meisten österreichischen Städten stärker als die Bevölkerung!“, sagt Hemma Opis-Pieber, steirische Umweltbeauftragte.
- Um 60 Prozent mehr. Seit 1990 – dem Basisjahr für die Kyoto-Klimaziele – sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs in Österreich um 60 Prozent gestiegen - Nur fünf Kilometer. 51 % aller Alltagswege sind kürzer als fünf Kilometer; nur 6 % sind länger als 50 Kilometer.
Mitmachen und gewinnen. Wer bis 15. April die von ihm/ihr während der Fastenzeit benutzten Fahrkarten des Oö. Verkehrsverbundes (Zeitkarten in Kopie) an das Sozialreferat der Diözese einsendet, hat die Chance, das Geld zurückzubekommen. Eine Gewinnerin gibt es auf jeden Fall: die Umwelt.
Sozialreferat der Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; www.autofasten.at