Schlagabtausch zum Linzer Westring. Die Überparteiliche Plattform gegen die „Westring-Transitautobahn mitten durch Linz“ wirft Landesbaureferent Franz Hiesl vor, er wolle am Nordteil der Autobahn festhalten.
In den letzten Wochen wurden wieder kontroversielle Standpunkte zum Linzer Westring öffentlich diskutiert. Die Überparteiliche Plattform gegen die „Westring-Transitautobahn mitten durch Linz“ hat Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl vorgeworfen, er lasse nun langsam die Katze aus dem Sack. Die Plattform sah in einem Zeitungsinterview, das Hiesl gab, einen Beweis, dass dieser weiter an die Errichtung des aus dem Programm der ASFINAG genommenen Nordteils (Urfahr) denke. Hiesl sagte in dem Interview, dass die Flächen des Nordteils weiterhin bei der Raumplanung berücksichtigt würden – falls der Nordteil wieder ein Thema werde. Die Plattform hält den Westring- und Mühlviertler Schnellstraße S 10-Projektbetreibern vor, dass diese Projekte nicht gebaut werden, um Pendler zu entlasten, sondern um den innereuropäischen Nord-Süd-Transit von Tschechien bis zur Adria zu bedienen. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl wies die Vorwürfe zurück und sagte, dass die S 10 bis zur tschechischen Grenze notwendig sei, um die stau- und verkehrsgeplagten Menschen nicht im Stich zu lassen und um die Region Freistadt mit dem Großraum Linz verkehrsmäßig und wirtschaftlich besser zu verbinden. Für die Wirtschaft und für die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region sei die S 10 wichtig. „Falsch ist“, sagte Hiesl, „dass der Nordteil des Westrings wieder zum Leben erwacht. Der Nordteil wurde aus dem Bauprogramm der ASFINAG gestrichen und auch die Frage eines Baus in Form einer Landesstraße stellt sich nicht.“