An meinem Namen hatte ich immer Freude. Die Geschichte meiner Namensgebung hat mich als Kind besonders fasziniert. Ich sollte traditionellerweise den Namen meiner Großmutter bekommen. Mit Unterstützung einer sehr angesehenen Großtante konnte meine Mutter ihren Namenswunsch durchsetzen. Einen seltenen Namen zu haben, habe ich als wohltuend erlebt. Die Geschichte der heiligen Romana, die aus ihrem Elternhaus floh und eine Zeit lang auf dem Monte Soratte nördlich von Rom lebte, wo sie vom römischen Bischof Silvester I. getauft wurde, und ihre Entscheidung, bis zu ihrem Tod als Einsiedlerin zu leben, war mir lange unbekannt. Lediglich der italienische Ursprung meines Namens war mir bewusst. Gibt es auch keine direkte Verbindung zu meiner Namenspatronin, so begleitet mich das gute Gefühl, einen kraftvollen, zu mir passenden Namen zu haben, mein ganzes Leben.
Romana Rabeder ist als Mitarbeiterin der Caritas für Kinder und Jugendliche Fachberaterin für Integration im Bezirk Grieskirchen.