Unter den 4898 Pfarrgemeinderäten, die am 18. März 2012 gewählt wurden, ist auch Marianne Damböck aus Waldneukirchen. Sie erzählt, warum ihr der Einsatz in der vergangenen Pfarrgemeinderats-Periode Freude gemacht hat und warum sie gerne weiter arbeitet.
Marianne Damböck steht auf der Metallbrücke, die den Kirchenplatz mit dem ersten Stock des Pfarrhofs verbindet. „Das war meine erste Aufgabe“, sagt sie: „diese Brücke zu bauen.“ Das Projekt war rasch abgeschlossen, aber „Brücken zu bauen“ ist das Motto für ihren Einsatz geblieben. Vor fünf Jahren zog Damböck erstmals in den Pfarrgemeinderat ein. Mit 54 Jahren war sie eine Spät- und zugleich Senkrechtstarterin. Sie wurde unverzüglich zur Obfrau des Pfarrgemeinderats gewählt.
Alle helfen zusammen. Als sie ihr Amt antrat, wohnte kein Priester im Pfarrhof. Für die Gottesdienste kam ein Aushilfspriester aus Kremsmünster, es war das Seelsorgeteam da, eine Pfarrsekretärin und die Unterstützung von Regionaldiakon Carlo Neuhuber. „Die Situation war nicht einfach“, aber als durch und durch optimistischer Mensch zweifelte sie keine Sekunde: „Wenn wir zusammenhelfen, dann schaffen wir das.“ So war und ist es. Damböck findet ihre Aufgabe als Pfarrgemeinderats-Vorsitzende nicht schwierig. „Weil die Struktur der Pfarre einfach sehr gut ist“, erklärt sie klipp und klar, umso mehr als seit 2009 mit Alois Hofmann wieder ein Pfarrer in Waldneukirchen wohnt.
Zeitansage vom Kirchturm. Ihren Dienst sieht Damböck, eine vor Energie sprühende pensionierte Tischlermeisterin, im Aufnehmen von Anregungen und im Helfen, dass sie umgesetzt werden können. So hat die Mütterrunde eine neue Kirchenkrippe angeregt, die die Goldhaubenfrauen des Ortes dann ermöglicht haben. Ganz ähnlich war es mit der defekten Turmuhr. Eigentlich fehlte das Geld. Heute leuchtet ein erneuertes Ziffernblatt vom Turm und über den Ort klingt der vertraute Stundenschlag.
Den Glauben anbieten. „Das mögen von außen betrachtet keine großartigen Dinge sein, aber wir freuen uns, dass sie gelungen sind. Sie stärken unsere Gemeinschaft“, sagt Damböck: „Wir können auf so vieles stolz sein.“ Und nennt als Beispiel die Jugend. Alles Organisieren führt für sie aber auf das eine Ziel hin: „Wir bemühen uns, die Sakramente, die Feste des Kirchenjahrs ansprechend anzubieten – sodass die Menschen Freude am Glauben finden. Wir können anbieten, den Glauben muss aber jeder selbst leben.“