Anfang April übernahm Hubert Petrasch die Bundesgeschäftsführung des Forums Katholischer Erwachsenenbildung. Er ist in dem „Geschäft“ ein „alter Hase“.
Nach seinem Studium der Fachtheologie und Religionspädagogik arbeitete Hubert Petrasch (52) in Baden zehn Jahre als Pastoralassistent und Religionslehrer. Damals sei sein Interesse an der kirchlichen Erwachsenenbildung entstanden. „Ich habe gerne mitgearbeitet, weil ich da als Theologe gute Chancen sah, mit den Menschen über ihr Leben und ihren Glauben ins Gespräch zu kommen“, sagt Petrasch. 1994 wurde er Direktor des Katholischen Bildungswerkes der Erzdiözese Wien. An der Gründung des Forums Katholischer Erwachsenenbildung 1996 war er aktiv beteiligt, weil er überzeugt war, dass eine bessere Vernetzung allen etwas bringt und „es in unserer Branche wichtig ist, dass wir das Gute, das wir tun, auch nach außen hin entsprechend vertreten.“ Seit dem Jahr 2000 war Petrasch Vorsitzender des Forums. Nun ist er als Karenzvertreter in die Geschäftsführung gewechselt, auch deshalb, weil das Forum im Herbst für zwei Jahre den Vorsitz in der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs übernimmt. Da ist Erfahrung gefragt.
Ein Großer. Mit 60 Mitgliedseinrichtungen und über 500.000 jährlichen Teilnehmer/innen gehört die Katholische Erwachsenenbildung zu den drei größten Anbietern. Da geht es auch um Geld. Petrasch ist daher froh, dass es zum zweiten Mal gelungen ist, mit dem Bund eine für drei Jahre laufende Leistungsvereinbarung abzuschließen. Ein Privileg, wie manche sagen, sei das nicht. „Wir müssen uns da wie alle anderen Anbieter bewerben. Und letztlich entscheidet die Qualität. Diese zeitgemäß zu verbessern ist eine stete Herausforderung. Nur dann kommen die Leute.“