Ein lebensnaher christlicher Glaube ist „ohne Widerstand für das gerechte und gute Leben nicht zu denken“. – So formuliert der Linzer Theologie-Professor Franz Gruber im Vorwort des aktuellen Bandes der Linzer „Theologisch-praktischen Quartalsschrift“.
Praktisch angewendet wurde dieses Widerstands-Bekenntnis auch von Christen bei mehreren Protest-Kundgebungen. Etwa als 600 meist junge Menschen einem Aufruf zur Demonstration „Gemeinsam gegen rechte Gewalt“ am 14. April in Braunau folgten. Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl nahm teil. Die Mahnung des Bündnis-Sprechers Stefan Klingersberger war eindringlich: „In Braunau gibt es eine große, aktive und vor allem gewaltbereite Neonazi-Szene.“ Ein ortsbekannter Rechtsextremist, der bei den Abbauarbeiten eine Rauchgranate zündete, wurde von der Polizei festgenommen.
Aktion Sozialer Rettungsschirm. Aktivisten und Sympathisanten der Straßenzeitung „Kupfermuckn“ veranstalteten am 13. April im Linzer Volksgarten die öffentliche Aktion „Rettet die Bank“. Sie protestierten damit gegen die vorherrschende Rettungsschirm-Politik. Die Teilnehmenden spannten Regenschirme über den Parkbänken auf. Die Parkbank als Bank, die für jeden da ist, ist ein Symbol für die Gleichheit.