Am 17. April fand die erste Zusammenkunft des von der Landesregierung neu ins Leben gerufenen „Religionsbeirates für Oberösterreich“ statt. Laut Landeshauptmann Josef Pühringer soll der Beirat eine Plattform bieten, in der sich die insgesamt 16 gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften und elf weitere Bekenntnisgemeinschaften austauschen können. Vorsitzender des Beirates ist Landeshauptmann Josef Pühringer, Stellvertreter ist LH-Stellvertreter Josef Ackerl, der auch für die Integrationsangelegenheiten zuständig ist. Zum „Moderator“ wurde der ehemalige Landesdirektor des ORF-Landesstudios OÖ, Dr. Helmut Obermayr, bestellt. Als eines der gemeinsamen Anliegen wurde bei der konstituierenden Sitzung eine verstärkte Zusammenarbeit der Religionen im Pflegebereich und in der Krankenhaus-Seelsorge beschlossen. In Integrationsfragen wollen sich die Religionsgemeinschaften stärker austauschen, ebenso wird die Thematik der Religion im öffentlichen Raum behandelt. Ein Netzwerk von Ansprechpersonen soll den Austausch künftig erleichtern. Vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit sollen Grundinformationen der einzelnen Gemeinschaften zusammengeführt werden. Der Beirat wird zumindest zweimal jährlich zusammentreten. Die Landespolitik wird – so Pühringer – im Bedarfsfall den Beirat um Vorschläge ersuchen.