Ein Kollege erzählte von einem jungen Iraner, der fliehen musste, weil er Christ geworden war. Als Motive für seinen Glaubenswechsel nannte er, dass er das Evangelium als eine faszinierende Friedens- und Liebesbotschaft entdeckt habe und dass er Christengemeinden kennenlernen durfte, die wirklich für alle da waren, nicht nur für die eigenen Leute. Dahinter steht der Glaube, dass Gott seinen Sohn zum Heil aller Menschen gesandt, hingegeben und auferweckt hat. Das drückt sich auch in den bisher im deutschen Messbuch verwendeten Wandlungsworten aus: Er vergoss sein Blut für alle. Ob die vom Papst verfügte Änderung dieser Worte, für die es gute Gründe gibt, bei manchen nicht eine falsche Botschaft auslöst? Diese Frage steht im Raum. Hans Baumgartner