Das Leben in all seiner Vielfalt und Einzigartigkeit stand am 3. Juni, dem Tag des Lebens, im Zentrum des Geschehens. Mit einem Gottesdienst im Dom und einem Fest auf dem Domplatz feierten die Oberösterreicher/innen das Leben.
Ausgabe: 2012/23, Tag des Lebens, Domplatz, Fest, Stadtpfarre, Hartheim, RSC Heindl, Rollstuhl-Tischtennis,
Wie vielfältig das Leben sein kann, zeigte sich schon im Eröffnungs-Gottesdienst. Im Gebärdenchor der Stadtpfarre Urfahr singen hörende und gehörlose Menschen miteinander in Gebärdensprache. Bewohner/innen des Instituts Hartheim ministrieren zusammen mit Ministrant/innen der Dompfarre. Junge und alte Menschen gestalten gemeinsam den Gottesdienst.
Ein Fest für das Leben am Domplatz. Nach dem Gottesdienst gingen die Feierlichkeiten auf dem Domplatz weiter. Hans Ruep vom RSC Heindl bewies eindrucksvoll, dass man auch im Rollstuhl gut Tischtennis spielen kann. Seit einem LKW-Unfall 1988 sitzt er im Rollstuhl. Der Sport habe ihm geholfen, den Schicksalsschlag zu überwinden. „Ich habe durch den Sport alle Kontinente bereist, viele Menschen kennengelernt und bin heuer zum vierten mal bei den Paralympics dabei“, erzählt er. Zahlreiche Spitzenplätze im internationalen und nationalen Wettkampf hätten ihm gezeigt, dass man auch mit einer Beeinträchtigung Erfolg haben kann. Menschen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, möchte er sagen: „Ich weiß nicht, wie es ist, du zu sein. Aber ich möchte dir Mut machen, dein Leben anzunehmen, wie es ist.“
Schwanenstadt. Auch außerhalb von Linz feierten zahlreiche Menschen den Tag des Lebens. In Schwanenstadt wurden nach dem Gottesdienst 100 Luftballone mit der Botschaft „Du bist ein Gedanke Gottes – ein genialer noch dazu“ in den Himmel geschickt.