Schon vor mehr als 4000 Jahren gingen die Menschen baden. Von Anfang an waren damit Reinigung, Erfrischung, Vergnügen und auch rituelle Zwecke verbunden.
Man kannte im alten Ägypten, in Mesopotamien, in der minoischen sowie in der mykenischen Kultur Badeeinrichtungen. Bei den Griechen und Römern hatte die Reinigung mit Wasser einen hohen Stellenwert. Schon vor 2500 Jahren errichteten sie Badstuben. Mit den Römern ging im 5. Jahrhundert nach Christus in Europa auch das Baden unter. Die Kreuzfahrer lernten die Badekultur dann in den islamischen Ländern wieder kennen. Es war höchste Zeit, denn im Mittelalter (so ein Bericht eines Gesandten von Kalif Al Hakam aus dem 10. Jahrhundert) wuschen und reinigten sich die Menschen nur ein- oder zweimal im Jahr mit kaltem Wasser. „Ihre Kleider aber waschen sie nicht, nachdem sie sie angezogen haben, bis sie in Lumpen zerfallen.“ - Das kann kein Fest für die Nase gewesen sein! Schon im 16. Jahrhundert wuchs die Bedeutung von Kurbädern, etwa des Gasteiner Wildbades. Machen Sie mit. Wenn das Baden aber als nützlich, gesund, angenehm ... empfunden wird, warum ist es in der Redensart „mit etwas baden gehen“ oder „du kannst dich brausen“ so negativ besetzt. Haben Sie dafür eine Erklärung? Schreiben Sie uns bis 6. Juli 2012 eine „gescheite“ oder lustige Antwort.