Die Caritas und freiraum-europa veranstalteten in St. Isidor einen Infoabend für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Zentrum stand die Barrierefreiheit im Alltag.
Barrierefrei zum Führerschein? Prüfungssicherheit beim Führerschein durch Leichtes Lernen? Ohne bauliche Behinderung in der eigenen Wohnung leben? – Dazu boten die Caritas für Menschen mit Behinderungen und freiraum-europa am 26. Juni in St. Isidor einen Infoabend. Vor allem junge Besucher/innen interessierten sich für die besondere Art der Unterstützung durch die Fahrschule Barrierefrei, die die Caritas für Menschen mit Beeinträchtigungen in St. Isidor betreibt. Manfred Schüttengruber, Fahrlehrer und Fahrschul-Chef, erzählte von kleinwüchsigen Fahrschülern, die mit einem speziell umgebauten Fahrzeug nun total mobil sind. Ein Mann mit fehlenden Fingern oder junge Erwachsene, die sich schwer beim Lernen tun, haben durch den barrierefreien Führerschein die Eintrittskarte in ein Leben mit mehr Unabhängigkeit. Albine Habian von freiraum-europa informierte darüber, wie man sein eigenes Wohnumfeld barrierefrei gestalten kann. Hohe Duscheingänge, Stolperfallen, schmale Türen können leicht beseitigt werden und sollten am besten gleich bei der Bauplanung berücksichtigt werden. Auch spezielle Möbel wie Küchenkasteln für Rollstuhlfahrer oder Sessel mit Aufstehhilfe bieten Personen, die durch Erkrankung oder einfach Alterserscheinungen nicht mehr so mobil sind, mehr Wohnkomfort. Die Architektin Habian betonte, dass der anpassbare Wohnbau an Bedeutung gewinnt, da der Gesetzgeber dies forciert.