Mit dem Bundes-Ehrenzeichen soll ehrenamtliche Arbeit für das Gemeinwesen gewürdigt werden. Erstmals erhielten mit Verena Kriechbaumer, Barbara Schwalsberger, Anita Dinhobl und Magdalena Hahn vier Voluntärinnen von Jugend Eine Welt diese Auszeichnung. Sie alle haben ein freiwilliges Sozialjahr im Ausland geleistet – und dafür sogar eigenes Geld in die Hand genommen. Die gelernte Verkäuferin Verena Kriechbaumer hat ein Jahr lang als Schichtarbeiterin gearbeitet, um genügend Geld für die Flugkosten, die Versicherung etc. zu haben. „Aber“, so sagt sie, „es hat sich für mich total gelohnt. Ich habe so viel für mein Leben mitbekommen. Und ich kann nur allen jungen Leuten, die so etwas überlegen, raten: Macht es!“ – zumal mit dem neuen Freiwilligengesetz die Bedingungen besser geworden seien. Bereits in ihrer Heimat St. Georgen am Wald war Verena Kriechbaumer in der Jungschar- und Jugendarbeit engagiert. „Aber es war über viele Jahre ein Traum von mir, etwas für Kinder und Jugendliche zu tun, denen es nicht so gut geht. Mit Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos in Hydarabad (Indien) fand ich genau das, was ich suchte – die Möglichkeit, in einem Straßenkinderprojekt zu arbeiten.“ Als „große Schwester“ habe sie dabei viel Liebe geschenkt bekommen und „ich habe gelernt, wie schön ein schlichtes Danke oder ein fröhliches Lachen sein können.“ Sie meint, „dass ich jetzt aufmerksamer und einfacher lebe als früher“.