Die Starkregen der letzten Wochen haben an vielen Orten tiefe Spuren im Boden hinterlassen. Auch der Hagel hat eine bittere Visitenkarte abgegeben. Die extremen Wetter-Ereignisse sind heuer gegenüber dem Vorjahr auf das Doppelte gestiegen.
Wenn das Wetter Spuren hinterlässt, sind Menschen geneigt, nach Schuldigen zu suchen. Sie sorgen sich um den Boden und was auf und in ihm gedeiht, wurzelt, geborgen und förderbar ist. Die Bodensensibilität ist im Katastrophenfall hoch, im Alltag eher weniger.
Täglich werden in Österreich bis zu 25 Hektar Fläche für Baumaßnahmen (Gebäude, Verkehrsflächen, Freizeit-Einrichtungen) verbraucht. 40 Prozent der Bauflächen werden versiegelt, auch durch den Traum vom Haus im Grünen. Österreichs Raumordnung hat gegenüber anderen Ländern Aufholbedarf.
Die Landwirtschaft als Hauptbetroffene des Klimawandels samt Unwettern ist sehr interessiert am Bodenschutz, betonen alle Agrar-Vertreter, auch in Antwort auf Schuldzuweisungen nach den Wasserschäden, die zu vielen Feuerwehr-Einsätzen führten.
Es sind aber nicht nur die Schäden nach Unwettern, die die Bevölkerung aufmerksam auf den Schatz eines guten Bodens machen. Auch die wirtschaftlichen Interessen, Schätze aus dem Boden zu heben, werden mitunter skeptisch verfolgt. Die Menschen haben ein Gefühl dafür, dass ihnen der Boden viel wert ist. – Dazu haben wir auf den Seiten 4 und 5 einige Fakten zusammengetragen.