Mein Geldtascherl hat einen Bauch bekommen; gefüttert mit einem Kartensalat: Kundenkarten, E-Card, Scheckkarte, Service-Karten, Autofahrer-Clubkarte, ÖBB-Vorteilskarte, Tankkarte, Führerscheinkarte, Mitgiedskarten, Visitenkarten, Mehrfach-Fahrkarten für die Linz Linien ... Die Taschen der Hose und des Sakkos (so ich überhaupt eines trage) sind dafür zu eng. Also trag ich's lose in der Hand. Griffbereit sollten auch das Handy sein, die sieben Schlüssel, die Startkarte fürs Auto, der Schranken-Öffner für den Büro-Parkplatz und der Button, der die Tür zum Diözesanhaus öffnet. Leider hängt der Button nicht mehr am Schlüsselbund, da die Öse ausgebrochen ist. So trage ich ihn in der Geldtasche mit. Es ist nicht meine Zerstreutheit, sondern es sind die verstreuten Accessoires, dass ich in aller Früh nicht ins Büro konnte, weil ich den Schlüsselbund nicht dabeihatte. Bis zum Büro bin ich gut ohne ihn gekommen: Das Auto startet mit Karte, ins Diözesanhaus komme ich mit dem Button aus dem Geldtascherl. Es ist auch nicht die Zerstreutheit, wenn ich beim Ortswechsel vier Dinge an mich nehme und ob dieser Fülle meine, schon alles mitgenommen zu haben: Handy, Geldtascherl, Schlüsselbund, Autostarter und Schrankenöffner. Es ist auch die Verstreutheit, wenn sich zwischen allen Karten gerade die momentan benötigte unauffindbar „vaschliaft“.