Im Jahr 2000 wurden sie formuliert, die acht Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Bekämpfung von extremer Armut und Hunger; Primärschulbildung für alle; Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen; Senkung der Kindersterblichkeit; Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter; Bekämpfung von HIV/AIDS und anderen schweren Krankheiten; Ökologische Nachhaltigkeit; Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung. Dazu kommen noch zahlreiche Unterpunkte. Bis 2015 sollten diese gesteckten Ziele erreicht werden.
Laut einem aktuellen UNO-Bericht gibt es nun erste positive Fortschritte zu verzeichnen: So hat sich die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, im Vergleich zum Jahr 1990 halbiert und für mehr als 200 Millionen Menschen gibt es seither bessere Unterkünfte und leichteren Zugang zu Trinkwasser. Trotzdem ist das noch kein Grund zu großen Freudensprüngen. Denn nach wie vor haben beispielsweise 600 Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser oder leben eine Milliarde Menschen von weniger als 1,25 Dollar pro Tag. Auch die Spekulationen mit Nahrungsmitteln boomen, treiben die Preise für Agrarrohstoffe in die Höhe und werden so zur Armutsfalle für die jene, die sich die Nahrungsmitteln nicht mehr leisten können. Das wird derzeit scharf kritisiert von vielen Hilfsorganisationen wie der Caritas. Besteht also Hoffnung auf eine Welt ohne Armut, ohne Hunger, ohne Benachteiligungen? Wenn man bedenkt, wie viele Ziele bis 2015 noch offen sind, wurden zwar winzige Schritte gesetzt, aber sie gehen in die richtige Richtung.