Kirchheim im Innkreis. An der Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus wurde am Sonntag, dem 29. Juli, zu Ehren der beiden in Kirchheim geborenen und verstorbenen Priester, der Brüder Josef (1878 bis 1961) und Martin (1879 bis 1956) Rohrmoser, eine Gedenktafel enthüllt. GR Josef Rohrmoser war 22 Jahre lang Pfarrer in St. Wolfgang im Salzkammergut, ehe er im Oktober 1939 wegen privat gemachter Äußerungen über den Krieg zu einem Jahr Haft verurteilt wurde. Nach Verbüßung der Strafe wurde der 62-jährige Priester 1940 als „Schutzhäftling“ ins KZ Dachau eingeliefert. Dass er in seinem Alter die Befreiung 1945 erlebte, grenzt an ein Wunder. Er wurde von den jüngeren Priesterkameraden als besonders fromm und stark im Glauben wie im Leiden verehrt. Im Ruhestand lebte Josef Rohrmoser ab 1949 bis zu seinem Tod in seiner Heimatgemeinde. Sein Bruder Martin war Kooperator in einigen Pfarren der Diözese und bis 1929 Pfarrer in Gosau. Vermutlich wegen gesundheitlicher Probleme kehrte er frühzeitig in das Elternhaus zurück.