Religionsfreiheit. Österreichs Vizekanzler Michael Spindelegger hat sich aus Anlass der erstmaligen Ernennung eines EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte für ein stärkeres Engagement der EU in Sachen Religionsfreiheit ausgesprochen. Der neue Sonderbeauftragte Stavros Lambrinidis solle auf Missstände hinweisen und sich aktiv für die Schwerpunkte der EU-Menschenrechtspolitik einsetzen, so Spindelegger.
Aktionsplan. Prinzipiell positiv reagieren kirchliche Hilfsorganisationen auf den neuen „Nationalen Aktionsplan für Behinderte“ (NAP). Die Ziele des Plans, die Inklusion behinderter Menschen in Österreich bis 2020 zu verbessern und damit die 2008 von Österreich ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen, sei zu begrüßen, so Caritas, Diakonie und aktion leben. Deutliche Kritik äußerten die Hilfsorganisationen jedoch im Detail – etwa am Fehlen eines konkreten Zeitplans und budgetärer Rahmenvorgaben.
Vorurteil. Was dem Gläubigen die Kirchenbank, ist dem säkularen Menschen die Therapiecouch: Mit diesem Vorurteil räumt derzeit die Sommertagung des Katholischen Akademikerverbandes Österreichs (KAVÖ) auf. Zahlreich seien nämlich die Berührungspunkte von Psychotherapie und Seelsorge, „sowohl der Psychotherapie als auch der Seelsorge geht es letztlich um das gesamtmenschliche Wohl, um das Heil- und Ganzsein des Menschen“. Dies betonte der Salzburger Theologe und Psychotherapeut Emmanuel J. Bauer.