Ausgabe: 2012/31, Unter Uns, Alltag, Großbritannien
01.08.2012
- Brigitta Hasch
Fast im Dauerfeuer informieren uns derzeit Werbung und Radioprogramme darüber, wie ungewöhnlich unser Ferienprogramm zu sein hat: „Lassen Sie den Alltag hinter sich!“ Ganz im Sinne der fröhlichen Moderator/innen begibt sich der Ruhe suchende Alltagsflüchtling also zum nächsten Flugplatz, wo er sich nach Schlange 1 (einchecken), Schlange 2 (Gepäckkontrolle) und Schlange 3 (Zoll) endlich in Schlange 4 (enger Gang im Flieger) einordnen kann. Nicht besser geht es per Auto, hier finden wir zwar nur eine, aber dafür kilometerlange Schlange, sprich Stau, vor. Also schon hier alles viel besser als Alltag, denn da stehen wir ja nur bei der langweiligen Supermarktkassa in der Schlange! Am Urlaubsort angekommen, treffen wir – wieder anders als im Alltag – auf viele Menschen mit Handys, I-Pads und -Pods und sonstigem elektronischem Spielzeug am Pool, beim Essen, einfach überall. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass auf den Tellern meist alltagserprobte Spezialitäten landen und alle Essenszeiten „wie gewohnt“ geplant werden. Nach zwei Wochen vermelden zufriedene Gesichter den Erfolg ihrer Mission: „Wir haben es so genossen, einmal ganz fern vom Alltag!“ Zumindest beim Autofahren wird mein Urlaub dieses Mal nicht alltäglich: Mein Reiseziel ist Großbritannien und dort müssen wir links fahren!