Eine junge Kirche mit viel Freude und Fröhlichkeit
Pfarrer Mag. Johann Gmeiner hat Dr. Henry Kyara und Ferdinand Barugize in ihrer Heimat Tansania besucht. Die beiden afrikanischen Priester wohnten während des Studiums bei ihm im Pfarrhof. Er berichtet von seinen Begegnungen und Eindrücken.
Ausgabe: dechant Johann Gmeiner, tansania, afrika, kirche, menschen, priester, reisebericht
07.08.2012
- Josef Wallner
Dechant Johann Gmeiner ist der Kirche Afrikas verbunden, seit er zusammen mit Franz Wild als Student des Priesterseminars 1975 Nigeria besucht hat. Nach seiner Rückkehr hat er vor 37 Jahren mithilfe der KirchenZeitung seine erste Hilfsaktion durchgeführt – für das Priesterseminar in Enugu, das damals 529 Seminaristen beherbergt hat. Die Erfahrungen in Nigeria wurden ihm zum Dauerauftrag. Er begleitet seit Jahren afrikanische Priester, die nach Österreich zum Studium geschickt werden, und er unterstützt sie, wenn sie in ihre Diözesen zurückkehren. So konnte er sich auch bei seiner jüngsten Fahrt nach Afrika überzeugen, dass die Spenden aus Grieskirchen in Tansania gut eingesetzt wurden: beim Bau eines Pfarrhauses, einer Kirche, eines Gymnasiums, beim Ankauf von MIVA-Fahrzeugen, für ein Waisenhaus, für ein Priesterseminar. Was ist der stärkste Eindruck, den Sie aus Tansania mit nach Hause genommen haben? Johann Gmeiner: Das sind sicherlich die Begegnungen mit den vielen liebenswürdigen Menschen. Wir haben erlebt, mit welch großer Freude sich Ordensfrauen, Priester, Bischöfe, Katechisten und viele andere in dieser jungen Kirche einsetzen – und dass es schön ist, ein wenig helfen zu können. Dabei ist mir selbstverständlich bewusst: Ich und viele von uns geben vom Überfluss und wir brauchen uns darauf nichts einzubilden. Was können wir in Europa von der afrikanischen Kirche lernen? Gmeiner: Trotz aller Nöte, Sorgen und Schwierigkeiten strahlt die junge afrikanische Kirche Freude und Fröhlichkeit aus. Wenn ich nur daran denke, mit wie viel Power Kinder bei den Gottesdiensten getanzt haben. Natürlich ist das nicht eins zu eins auf uns zu übertragen, wir müssen schon wir selbst bleiben. Aber dennoch ... Aufgefallen ist mir auch die ganz große Liebe zum Heiligen Vater. Wie entwickelt sich die Kirche in Tansania? Gmeiner: Der Priesternachwuchs ist sehr durchwachsen und regional recht unterschiedlich. Das Wirken der Kirche wird überdies sehr breit gesehen. Neben den kirchlichen Kernaufgaben erwarten die Leute von der Kirche den Einsatz für Schulbildung, für Waisen und die vielen Nöte. Sie haben auch Pfarrer Hans Humer aus Heiligenberg besucht, der seit 13 Jahren in Tansania als Priester lebt. Gmeiner: Ich bin von ihm sehr beeindruckt und habe großen Respekt vor seinem selbstlosen priesterlichen Einsatz. Er ist ein eifriger Verkünder unseres Glaubens, ein geschickter Wirtschafter und guter Bauherr in der ganz jungen Diözese Kayanga. Was wird von der Reise bleiben? Gmeiner: Ich bin gestärkt worden in meinem Gebet und in meinem Dienst als Priester.
Tansania-Reisebericht Pfarrer Johann Gmeiner wird von seiner Reise, die er gemeinsam mit seiner Nichte Magdalena und seinem Neffen Bernhard unternommen hat, Bilder zeigen und erzählen: - am Mo., 10. 9. 2012, um 20.15 Uhr in Grieskirchen; - am Mi., 12. 9., um 20 Uhr in Dorf/Pram; - am Mo., 17. 9., um 20 Uhr in Saxen; - am Di., 18. 9., 19.30 Uhr in Kopfing (jeweils im Pfarrheim)