„Pax Romana“-Weltkongress in Wien --- Caritas vermisst Maßnahmen gegen Zunahme der "working poor" --- Antisemitismus wächst weltweit --- Syrien: Weltkirchenrat bekräftigt Friedensappell
Ausgabe: panorama, katholische akademikerbewegung, armut, welt, javier iguiniz, caritas, franz küberl, working poor, antisemitismus, usa, syrien, weltkirchenrat, friedensappell, unterstützen, 32/21012
08.08.2012
„Auf die Armen hören und ihnen dienen“ Ein neues „Hören auf die Armen“ in der Welt und die Ausrichtung des Handelns an deren Bedürfnissen hat der Präsident der internationalen katholischen Akademikerbewegung „Pax Romana“, Javier Iguiniz, beim „Pax Romana“-Weltkongress, der vergangene Woche in Wien stattfand, gefordert. Der Kongress stand unter dem Motto „Zeiten der Krise, Zeiten, Visionen und Aktionen zu teilen“. Rund 140 Teilnehmer/innen aus 40 Ländern und aus allen Kontinenten sind laut Katholischem Akademikerverband Österreich als Veranstalter zu den Vorträgen, Diskussionen und Workshops nach Wien gekommen.
Maßnahmen gegen „working poor“ vermisst Caritas-Präsident Franz Küberl hat dafür plädiert, „dass Armen dieselbe Aufmerksamkeit zukommt wie den Banken“. In einem APA-Interview bezeichnete er es als ein Kernanliegen an die Politik, auch EU-weit der Armut den Kampf anzusagen. Die EU solle man als „Solidaritätsunion zugunsten der armen und einfachen Menschen“ verstehen. Von der österreichischen Politik forderte er ernsthaftere Ambitionen, den Sozialstaat auch am Rand krisenfest zu machen. Die Caritas vermisse etwa Maßnahmen gegen die Zunahme der „working poor“ – jener Erwerbstätigen, die trotz Arbeitsplatz armutsgefährdet sind.
Laut US-Bericht wächst Antisemitismus weltweit Der Jahresbericht der US-Regierung zur globalen Religionsfreiheit hat sich besorgt über ein weltweites Erstarken des Antisemitismus geäußert. Zu den sich häufenden Phänomenen zählten die Leugnung, Verherrlichung oder Relativierung des Holocaust, aber auch nationalistische Tendenzen, die auf Juden als „die anderen“ zielten. Generell sieht der Bericht keine guten Zeiten für die Religionsfreiheit: In politisch-gesellschaftlichen Umbrüchen werden religiöse Minderheiten in vielen Ländern verfolgt, manche Regierungen werfen Terroristen und schlichte Gläubige in einen Topf. Besonders schlechte Bewertungen erhalten der Iran und Nordkorea.
Syrien: Weltkirchenrat bekräftigt Friedensappell Der Weltkirchenrat unterstützt einen Friedensappell des in Damaskus residierenden griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Ignatios IV. Hazim. Der Patriarch hatte zuletzt die UNO sowie arabische Organisationen aufgerufen, „zusammenzuarbeiten, um Frieden und Stabilität in Syrien herzustellen“. Ungezählte Christen und Muslime seien Opfer der Gewalt geworden, die Krankenhäuser voll von Verwundeten, „der Schmerz ist unendlich“. Zugleich betonte Ignatios IV., dass alle Menschen in Syrien unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit „das Recht haben, in ihrer Heimat mit Stolz und Würde zu leben“.