Denk mal: Gehen und schauen, davon träume ich. Ich möchte gerne öfter die Welt rundum im Schritttempo wahrnehmen. Und die hohe Geschwindigkeit unserer Zeit vergessen.
Ausgabe: denk mal, gehen, sehen, kopf frei, entschleunigung, unterhaltung, zeit im bild, gewinnspiel, 32/2012
08.08.2012
- Christine Grüll
Ich wollte spazieren gehen und nun renne ich beinahe blind den Weg entlang. Viele Gedanken drängen sich im Kopf. Dieses ist noch zu besorgen, jener noch anzurufen und das noch zu besprechen. Familie und Alltag ziehen am inneren Auge vorbei. Allmählich entschleunigt sich der Schritt. Der Blick öffnet sich für die Blumen am Wegrand, viele blühen violett um diese Jahreszeit. Der Kukuruz steht schon hoch. Soll ich durch die Stängelreihen laufen, die Blätter im Gesicht, wie früher? Je weiter ich gehe, desto leichter werden die Gedanken. Gehen macht den Kopf frei, Gehen fördert das Denken. „Merke es dir, endlich“, schreibt der Schriftsteller Peter Handke: „Das Gehen ist (d)eine Erkenntnis – das lange, ausgreifende, vielfältige Gehen, über Berg und Tal.“ Ob als Nordic Walken oder Spaziergang, ob gemächlich oder im Laufschritt – Gehen schärft die Sinne. Und manchmal hilft es auch, die Lösung für das eine oder andere Verzwickte zu finden.
Machen Sie mit. Was haben Sie schon beim Gehen für sich entdeckt, einen schönen Gedanken oder etwas Besonderes am Weg? Schreiben Sie uns oder schicken Sie uns ein Foto. Wir verlosen ein Buch zum Schauen.
Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 30 hat Karoline Wageneder aus Frankenburg gewonnen. (Held/innen der Comic-Serie „Peanuts“ sind u.a. Charlie Brown, Woodstock und Pepermint Patty.)