Neben dem Plastikmüll, der ans Ufer der Meere gespült wird, sind auch winzige, mikroskopisch kleine Plastikteilchen in den Ozeanen vorhanden. Die Gefahr der giftigen kleinen Plastikpartikel für Mensch, Tier und Umwelt soll mehr Beachtung finden. Ein Kommentar von Susanne Huber
Ausgabe: 2012/33, kommentar, meinung, meer, müll, plastik, sommer
14.08.2012
- Susanne Huber
Sommer. Urlaub am Meer. Das Rauschen der Wellen lässt uns ruhig werden und all die Alltagssorgen vergessen. Wir tauchen ein ins blaue Nass und kühlen den von Sonne erhitzten Körper. Was für eine Wohltat und Entspannung. Das scheinbar glasklare Wasser lässt uns im Seichten bis an den Boden des Meeres blicken.
Kaum jemand denkt da natürlich daran, dass die Weltmeere durch Plastikmüll immer mehr verschmutzt werden. Neben den fünf riesigen Plastikstrudeln, die in den Weltmeeren treiben, und dem Plastikmüll, der ans Ufer gespült wird, sind auch winzige, mikroskopisch kleine Plastikteilchen im Meer vorhanden. Wissenschafter, Biologen und Umweltorganisationen warnen vor der Gefahr der giftigen kleinen Plastikpartikel für Mensch, Tier und Umwelt. Denn sie werden von den Lebewesen im Meer gefressen und gelangen über die Nahrungskette beispielsweise als Fisch oder Meeresfrüchte auf unseren Speiseteller.
Zum Schutz der Meere werden weltweit immer wieder Projekte gestartet. Eines davon ist das des französischen Wissenschafters Bruno Dumontet. Er will die kleinen Plastikmüllteilchen im Mittelmeer anhand von Wasserproben und Satellitenaufnahmen auffindig machen. Begonnen hat er damit 2010. Bis 2013 soll eine Müllkarte für das gesamte Mittelmeer entstehen. Das Problem des Plastikmülls soll gemeinsam mit Wissenschaftern, Umweltorganisationen, Ökonomen und Politikern publik gemacht werden. Die Europäische Union wird gefordert, Abfallregelungen massiv zu verschärfen. Jeder Einzelne von uns kann natürlich dafür sorgen, Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.