Flexiblere Arbeitszeitmodelle gefordert --- Entwicklungshilfe 2011 mit Rekordergebnis --- Nigeria: Tote nach Angriffen auf Kirche --- Frankreich: Wachsam sein in Sterbehilfedebatte
Flexiblere Arbeitszeitmodelle gefordert Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfb) fordert von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft den weiteren Ausbau von flexiblen Arbeitszeitmodellen. Einrichtungen wie Gleitzeit, Teilzeit und Arbeitszeitkonto dürften nicht diskriminiert, sondern müssten verstärkt anerkannt und gefördert werden, so die Vorsitzende der Frauenbewegung, Barbara Haas. Konkret fordert die kfb unter anderem auch einen bezahlten, arbeitsfreien Papamonat nach der Geburt, weitere Förderungen der Väterkarenz und eine bessere Verfügbarkeit und verlässliche Qualität der außerhäuslichen Kinderbetreuung.
Entwicklungshilfe 2011 mit Rekordergebnis Mit einem Entwicklungshilfe-Rekordergebnis kann die katholische Kirche in Österreich aufwarten. Im Vorjahr wurden 4173 Hilfsprojekte in insgesamt 141 Ländern mit einem Gesamtvolumen von 104,5 Millionen Euro gefördert. Das geht aus dem Jahresbericht 2011 der „Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Mission und Entwicklung“ (KOO) hervor. Das sei die höchste Summe, die in der Geschichte der kirchlichen Hilfswerksarbeit je erbracht wurde. Es gehe vor allem um die Beseitigung konkreter Not und den Einsatz für soziale Gerechtigkeit, so Bischof Ludwig Schwarz, in der Bischofskonferenz zuständig für Entwicklungshilfe.
Nigeria: Tote nach Angriffen auf Kirche Nach dem Anschlag am vergangenen Montag auf ein Gotteshaus der evangelikalen „Deeper Christian Life Church“ im zentralnigerianischen Ort Otite hat es am Tag darauf einen weiteren Anschlag auf eine Moschee in der nigerianischen Stadt Okene gegeben. Laut Medienberichten sollen dabei vier Menschen getötet worden sein. Unterdessen hat sich auch die Zahl der Todesopfer des Anschlags vom Montag laut Medien von 16 auf 20 erhöht. Der Gouverneur des Bundesstaats Kogi, Idris Wada, verhängte Medienangaben zufolge eine nächtliche Ausgangssperre. Die Präsenz von Sicherheitskräften auf den Straßen wurde verstärkt.
Frankreich: Wachsam sein in Sterbehilfedebatte Die katholische Kirche in Frankreich fordert Wachsamkeit in der von Staatspräsident Francois Hollande angestoßenen Debatte über Sterbehilfe. Hollande vermeide in der Diskussion bewusst den Ausdruck aktive Sterbehilfe; gerade das zeige die Doppeldeutigkeit seiner Vorschläge, sagte der Ethikexperte der Französischen Bischofskonferenz, Jean Matos. Die von Hollande verwendeten Begriffe seien vage und forderten eine Klärung, kritisierte er. Was könne ein medizinisches Verfahren am Ende des Lebens anderes bedeuten als eine Giftspritze, so Matos. Jede Ausnahme beim geltenden Gesetz könne zum Dammbruch führen, warnte er.