Irgendetwas kann man immer bewegen, lautet die Devise von Sr. Hildegard. Man staunt, was in Emmaus mitten in Palästina alles entstanden ist, was theoretisch gar nicht möglich gewesen wäre. Ein Leitartikel von Josef Wallner.
Genehmigungen werden erteilt und plötzlich ist doch wieder alles anders. Wegen der „Mauer“ fährt man oft Stunden für Strecken, die eigentlich nur eine halbe Autostunde voneinander entfernt sind. Das Leben von Sr. Hildegard Enzenhofer im palästinensischen Dorf Emmaus – umgeben von der israelischen Sperranlage – ist anstrengend, oft zermürbend. Und dennoch lassen sich Sr. Hildegard und ihre Mitschwestern nicht lähmen (Bericht Seite 6). Ihr Auftrag motiviert sie: alte und behinderte Menschen liebevoll zu pflegen und jungen Menschen durch Ausbildung eine Zukunft zu ermöglichen. Irgendetwas kann man immer bewegen, lautet die Devise von Sr. Hildegard. So aussichtslos kann eine Situation gar nicht sein, dass sich nicht doch irgendwo ein Weg zeigt. Man staunt, was in Emmaus alles entstanden ist, was theoretisch gar nicht möglich gewesen wäre. Und als die Pilger nach der Fertigstellung der Mauer von Emmaus ausgesperrt waren, tut sich nach langwierigen Verhandlungen – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Tor auf. Von „Emmaus“ geht eine ermutigende Kraft aus. Der Geist von „Emmaus“, der trotz allem Wege sucht und findet, bewährt sich nicht nur in Israel, er ist auch europatauglich – in Gesellschaft und Kirche.