„Eingehaust“ in hohe Wände, die oft nur angrenzende Wälder und Parkplätze oder gar die Gegenfahrbahn vor Lärm schützen, kann ich nur erahnen, welch schöne Landstriche außerhalb an mir vorbeiziehen.
Ausgabe: 34/2012, unter uns, zeit im bild, eingemauert, urlaub, lärmschutzwände, meinung, unterhaltung
22.08.2012
- Brigitta Hasch
Der Sommerurlaub liegt (leider) hinter mir, ich habe wieder viele schöne Bilder und Eindrücke mit nach Hause genommen. Die Fahrt durch Schottland und England hat mir viele Städte, Kathedralen, Küsten und Steinkreise näher gebracht. Und vor allem beeindruckende Landschaften, zu deren Betrachtung ich gerne Pause gemacht habe, die ich aber auch gut während der Fahrt durch das Autofenster betrachten konnte. Und das nicht nur auf schmalen Landstraßen, sondern auch auf gut befahrenen Autobahnen. Außer einigen Bäumen stand dem Genuss, auf Dörfer, Seen oder Schafweiden zu blicken, nichts im Wege. Eine Reihe von ebenso optisch erquickenden Fahrten kenne ich auch aus anderen europäischen Ländern.
Die Grenze zu (Ober-)Österreich bereitet diesen schönen Aussichten leider ein jähes Ende: „Eingehaust“ in hohe Wände, die oft nur angrenzende Wälder und Parkplätze oder gar die Gegenfahrbahn vor Lärm schützen, kann ich nur erahnen, welch schöne Landstriche außerhalb an mir vorbeiziehen. Und wie mir ergeht es vielen Touristen, die etwa im Salzkammergut anhand von Piktogrammen an den Schallschutzmauern darüber informiert werden, dass es dahinter Seen gibt. Die Schönheit und Kraft dieser Natur bleibt verborgen hinter hässlichen Mauern, schade darum!