Bewahrung der Schöpfung ist kein Modethema für eine Pfarre oder eine Randnotiz eines gläubigen Lebens. Die Sorge um die Umwelt braucht Pionier/innen, die Wege erproben. Ein Leitartikel von Josef Wallner.
Euro-Rettungsschirm, faule Kredite in Ost-europa, Griechenland vor dem finanziellen und wirtschaftlichen Abgrund – das sind Themen, die seit Monaten die Schlagzeilen beherrschen. Da bleibt für anderes wenig Platz – für soziale Probleme etwa oder gar für Umweltanliegen. Diese scheinen in der großen Berichterstattung zweitrangig zu sein nach dem Motto: in Zeiten wie diesen muss man seine Kräfte auf das wirklich Wichtige konzentrieren und darf sich nicht an Nebenschauplätzen verzetteln. Die dominierende Berichterstattung entspricht aber – Gott sei Dank – keinesfalls dem tatsächlichen Engagement und der Einstellung der Menschen. Unvermindert erreichen die KirchenZeitungs-Redaktion Informationen aus Pfarren und Vereinen über deren Einsatz im Bereich der Umwelt. Bewahrung der Schöpfung ist kein Modethema für eine Pfarre oder eine Randnotiz eines gläubigen Lebens. Der sorgfältige und respektvolle Umgang mit der Natur zielt – unausgesprochen oder direkt benannt – auf das Ganze: auf Gottes gute Schöpfung. Die Sorge um die Umwelt braucht Pionier/innen, die Wege erproben; aber es zeigt sich immer mehr, wie diese Vorreiter/innen ansteckend auf die Gesellschaft, und hier besonders auf die Pfarren wirken.