Es sind nicht nur die Schulden, die ins Unvorstellbare wachsen, nicht nur das Besorgniserregende. Auch das Gute wächst. Ein Leitartikel von Matthäus Fellinger.
Noch einmal 20 Milliarden Euro? Griechenland, das wurde in den vergangenen Tagen bekannt, wird diese Summe zusätzlich benötigen. Unvorstellbar sind die Zahlen – dabei geht es hier „nur“ um Geld. Von unvorstellbar großen Zahlen ist der Mensch insgesamt umgeben. Eingebettet im All, unter Milliarden von Milchstraßen und Sonnen – das menschliche Leben. Und der Mensch selbst: aus zwei einzelnen Zellen gewachsen zu einem wunderbaren Körper aus Milliarden von Zellen. Unvorstellbar sind die Zahlen, die da im Spiel sind.
Draußen auf den Feldern hat die Maisernte begonnen. Aus einem einzigen Korn ist über den Sommer eine große Pflanze gewachsen. Eine gigantische Vermehrung hat stattgefunden. Sind es 200, gar 300 Körner, die aus dem einzigen Korn nun geerntet werden können? Der Herbst – die Erntezeit – führt diese Vermehrung vor Augen. Es sind nicht nur die Schulden, die ins Unvorstellbare wachsen, nicht nur das Besorgniserregende. Auch das Gute wächst – im wahrsten Sinne des Wortes. Explosionsartig sogar. Und das ereignet sich täglich. Große Zahlen können schon ängstigen. Doch sie lassen auch staunen – und hoffen.