Sie möchte Brücken schlagen zwischen Frauen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Generationen. Im Frühjahr 2010 startete Johanna Sofaly in Wien das Projekt „Innenräume“.
Vor vier Jahren ist Johanna Sofaly als Organisationsreferentin für das Vikariat Stadt bei der Katholischen Frauenbewegung (kfb) Wien eingestiegen. Zuvor hatte sich die gelernte Kindergärtnerin, Historikerin und Soziologin auch kurz als Gemüsebäuerin versucht. „Irgendwie“, so sagt sie, „war das so ein Kindertraum“. Als sie die Ausschreibung der kfb las, hat sie sich daran erinnert, „dass meine Mutter da sehr gerne und engagiert mitgemacht hat“.
Das Projekt Innenräume soll Frauen vernetzen
„Innenräume“ sei ihr im Lauf der Arbeit zugewachsen, meint sie. „Ein erster Anstoß war, dass wir mit unseren Angeboten über die Pfarrgruppen hinaus nur wenig Frauen ansprechen können. So wollten wir zunächst niederschwellige Begegnungsräume schaffen, die auch für kirchlich weniger gebundene Frauen interessant sind. Dazu kam, dass die Frauenbewegung im Bereich der interreligiösen und interkulturellen Begegnung etwas machen wollte. In diesem Bereich“, so Johanna Sofaly, „hatten wir damals kaum Erfahrung. Aber wir konnten auf eine Stärke der kfb bauen, unterschiedlichste Frauen zusammenzubringen und sie zu eigenständigem Handeln zu motivieren.“ Das Projekt, eine Kultur und Generationen übergreifende Frauen-Begegnungsstätte zu schaffen, wurde über die kfb hinaus verschiedenen Fraueninitiativen vorgestellt. Ein Projektteam von mittlerweile 20 Frauen sowie ein Trägerverein entstanden, erste Veranstaltungen wurden durchgeführt. Jetzt ist man auf der Suche nach einem entsprechenden Haus und weiteren interessierten Kooperationspartner/innen.