Die Verlegerin Gerda Schaffelhofer (57) ist neue Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). Ihr geht es darum, dass die Kirche ihre Tore weit aufmacht. Sie ortet viele kirchliche Aufbrüche.
Noch spreche sie nicht als Präsidentin der KAÖ, meint Gerda Schaffelhofer, denn ihre Bestätigung durch die Bischofskonferenz stehe noch aus. Dennoch freut sie sich auf die neue Herausforderung. Motiviert, diese zusätzliche Aufgabe zu ihrer Arbeit als Verlagsleiterin der Wochenzeitung „Die Furche“ und der Styria Buchholding zu übernehmen, habe sie die Aufbruchsstimmung, die sie innerhalb der KA spüre. Und sie habe das Gefühl, „dass jetzt eine Zeit ist, wo in der Kirche vieles aufbricht. Und da wird es auch darauf ankommen, wie stark wir uns als Laien engagieren.“
Starke Stimme im Gespräch mit Bischöfen
Deshalb will sie die verschiedenen Anliegen im vielstimmigen Chor der KA zusammentragen, durchdiskutieren und bündeln, um sie dann als starke Stimme in das Gespräch mit den Bischöfen einzubringen. Ihr geht es darum, dass die Kirche ihre Tore weit aufmacht, damit Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen „bei uns wieder eine Heimat finden können. Jetzt suchen sie oft woanders.“ Mindestens ebenso wichtig ist Schaffelhofer, die christliche Stimme in der Gesellschaft fundiert und kräftig zur Geltung zu bringen.
Sie hat im Arbeiterbezirk unterrichtet
Gerda Schaffelhofer (57) ist über die Katholische Jungschar und ihren Religionsunterricht zur Kirche gekommen. Schon mit 14 hat sie sich entschieden, Theologie zu studieren. Als junge Studentin hat sie im Arbeiterbezirk Wien-Favoriten an einer Hauptschule unterrichtet. Nach zehn Jahren Schuldienst wechselte sie 1984 zur Aktion Leben, wo sie von 1990 bis 1995 als Generalsekretärin wirkte. Anschließend wechselte sie in den Medien- bereich. Seit 2002 ist sie für Styria tätig.