Am 7. Oktober beginnt in Rom die Weltbischofssynode. Dabei wird über die „Neuevangelisierung für die Weitergabe des Glaubens“ beraten. Im Vorbereitungspapier wird nicht nur die fortschreitende Säkularisierung beklagt und der Umstand, dass sich viele einen Glauben nach den eigenen Bedürfnissen zurechtzimmern. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Kirche auf den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel nicht ausreichend reagiert habe. In der Kirche gibt es unterschiedliche Vorstellungen, wie eine Evange-lisierung in der modernen Gesellschaft aussehen soll. Letztlich aber wird es darauf ankommen, ob die befreiende Botschaft Jesu den Nerv der Menschen trifft in ihren existentiellen Fragen „Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was gibt meinem Leben Sinn?“ Man darf gespannt sein. Hans Baumgartner
Menschenhandel ist moderne Sklaverei
Der Kampf gegen die Sklaverei von heute erweist sich als schwierig. Dazu äußerte sich kürzlich auch die italienische Ordensfrau Eugenia Bonetti. Sie setzt sich seit vielen Jahren aktiv gegen Menschenhandel vor allem von Frauen und Minderjährigen ein. Menschenhandel wächst. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) geht von jährlich 2,4 Millionen Opfern aus. Betroffen sind vor allem Frauen und Kinder aus Osteuropa, Afrika oder Asien, die sexuell oder als Arbeits-kräfte ausgebeutet werden. Dahinter stecken kriminelle Netzwerke, die mit diesen Verbrechen 32 Milliarden Dollar pro Jahr „verdienen“. Ziele müssen sein, diese Netzwerke zu zerschlagen, die Opfer besser zu schützen und die Täter rigoros strafrechtlich zu verfolgen. Susanne Huber