Um Hilfe fragen, darüber reden, im Kontakt bleiben
Mehr als 400 Menschen kamen zur heurigen Reihe „Erste Hilfe für die Seele“. Auf Einladung der von der KirchenZeitung initiierten Plattform „Kirche – Glaube – Psyche“ referierten Expert/innen aus psychosozialen und kirchlichen Beratungs-Einrichtungen.
Zum Schluss machte die Veranstaltungsreihe am 13. November in Grünburg Station. Zuvor war sie im Oktober in Zwettl/Rodl, Taufkirchen/Pram, Waldhausen und Gurten zu Gast.
Depression und Burnout. Zwei Expertinnen von der Psychosozialen Beratungsstelle von pro mente in Kirchdorf – Getrude Brunmayr und Mag. Gerlinde Winter – gaben in Grünburg einen Überblick über Depression und Burnout. Beeindruckend war wieder das Zeugnis einer von Burnout betroffenen Frau. BEZIEHUNGLEBEN und TelefonSeelsorge – am Podium vertreten durch Mag. Klemens Hafner-Hanner bzw. Mag. Silvia Breitwieser – stellten das umfangreiche kirchliche Hilfsangebot vor.
Vorbeugen. Je nach Region erklärten die in der jeweiligen Region zuständigen Einrichtungen – pro mente, EXIT-sozial, ARCUS Sozialnetzwerk und invita (Caritas für Betreuung und Pflege) – die Krankheitsbilder Burnout und Depression, ihre Ursachen und wie man am besten vorbeugt, welche Hilfen es gibt. In Grünburg präsentierte dazu Gerlinde Winter zehn Schritte für die psychische Gesundheit: sich selbst annehmen, darüber reden, aktiv bleiben, Neues lernen, mit Freunden in Kontakt bleiben, etwas Kreatives tun, sich beteiligen, um Hilfe fragen – was ein Zeichen von Stärke ist, nicht von Schwäche –, sich entspannen, sich nicht aufgeben!
Gastfreundschaft. Das Echo der Teilnehmer/innen war überall sehr positiv: „Super, dass es so etwas gibt!“ Viele nutzten die Gelegenheit, sich nach dem offiziellen Ende noch von den Expert/innen Rat zu holen. Denn zu jeder Veranstaltung sind – oft auch aus weit entfernten Orten – Menschen mit einem großen Rucksack voll psychischer Not gekommen. Diese Gespräche wurden durch die gastfreundliche Atmosphäre erleichtert, für die die pfarrlichen Mitveranstalter sorgten.