Mehr als 30.000 Christen reisten zum Jahreswechsel nach Rom zu der sechstägigen Zusammenkunft von Taizé. Mit dabei war auch eine Gruppe aus Oberösterreich, die mit einem besonderen Geschenk heimreisen durfte.
Vom 28. Dezember 2012 bis 2. Januar 2013 war Rom Gastgeber des 35. Europäischen Jugendtreffens. Vierzigtausend Jugendliche aus ganz Europa und darüber hinaus verbrachten in der italienischen Hauptstadt sechs Tage im gemeinsamen Gebet, Nachdenken und Zusammenleben mit den Kirchengemeinden und Familien in Rom und Umgebung.
Oberösterreicher/innen reisten zum Treffen
Auch aus der Diözese Linz nahm eine Gruppe des sprituellen Zentrums Aufbruch in Wilhering daran teil. Beherbergt bei der Kongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes (Steyler Missionarinnen) nahmen sie am Morgenprogramm in den Kirchengemeinden mit gemeinsamen Gebeten, Gesprächen und dem gemeinsamen Austausch teil. Danach gab es gemeinsames Mittagessen im Circo Massimo und Mittags- und Abendgebete in den sieben großen Kirchen Roms. Am Nachmittag setzen sie in Workshops mit den Themen Solidarität und Nachhaltigkeit intensiv auseinander.
Am zweiten Tag versammelten sich mit 45.000 Jugendlichen aller christlichen Konfessionen auf dem Petersplatz, um gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. zu beten.
Nicht entmutigen lassen
In seiner Abschlussansprache in der Lateranbasilika rief der Leiter der Gemeinschaft von Taize, Frere Alois, die Jugendlichen auf, sich von der Wirtschaftskrise nicht entmutigen zu lassen. Angesichts von materieller Not und unsicheren Arbeitsverhältnissen müssten sie im Vertrauen auf Gott eine "innere Kraft" entwickeln. "Ich wünsche mir, dass ihr nach diesem Treffen mit Mut und Freude in die Zukunft schaut", sagte Frere Alois vor mehreren Tausend Jugendlichen.
Samenkörner für Österreich und die Welt
Besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr den Christen in Afrika. Bereits im November waren einige Taize-Brüder zu einem "Pilgerweg des Vertrauens" nach Ruanda gereist. Aus dem von Völkermord und Bürgerkrieg gezeichneten Land brachten die Taize-Brüder einen Korb voller Samen mit, die symbolisch auf der ganzen Welt verteilt werden und Frieden stiften sollen. In zahlreiche Länder auf dem Balkan und Lateinamerika wurden solche Körbe bereits verschickt. Auch der Papst erhielt während des Abendgebets in Rom einen Samenkorb.
„Mich beeindruckte sehr, dass zwei unserer Gruppe, darunter ich, ausgewählt wurden, diese Samen für Österreich entgegenzunehmen. Er soll Hoffnung, Segen und Glück in die Welt bringen. Für mich war dies ein sehr besonderer und stimmiger Moment auf dem Pilgerweg des Vertrauens. Es war ein tolles Miteinander, das dem Namen des Samens Sorgho – Sorge um – voll und ganz entsprach. Ich wünsche mir, dass dieser Samen bei vielen von uns treibt, wächst und gedeiht“, erzählt Sabine Mühlehner aus Linz.
- Wer mehr über dieses Taizétreffen erfahren möchte, ist ganz herzlich zum Nachtreffen im spirituellen Zentrum 'Aufbruch' eingeladen: Samstag, 2.2.2013 15 Uhr bis Sonntag, 3.2.2013 14 Uhr. Anmeldung bis 30.1. unter mail@aufbruch.at. Am Sonntag, 3.2.2013 um 9.00 wird die Gruppe den Gottesdienst in der Pfarrkirche von Dörnbach inhaltlich und musikalisch gestalten.