Das Stift Kremsmünster hat das Münchner Institut für Praxisforschung beauftragt, eine externe Prüfung über die 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsfälle vorzunehmen.
Drei Patres wurde damals sexueller Missbrauch zur Last gelegt, zwei Verfahren wurden wegen Verjährung eingestellt. Zurückgeforscht soll bis in das Jahr 1945 werden. Dieses Institut hatte auch die Vorfälle im deutschen Kloster Ettal untersucht. Geklärt soll werden, wie diese Missbrauchsfälle überhaupt möglich waren und warum die Taten nicht verhindert wurden. Ebenso erwartet man sich eine Antwort auf die Frage, warum es so lange gedauert hat, bis die Vorgänge ans Licht kamen. Wie Abt Ambros Ebhart am Montag erklärte, habe das Stift bis jetzt Entschädigungen von über 700.000 Euro bezahlt. Pressesprecher P. Bernhard Eckerstorfer betonte: „Wir jungen Mönche glauben an die Zukunft des Stiftes.“ Die Klärung sei im Interesse der Opfer und des Stiftes notwendig.