Freud und Leid liegen manchmal sehr nah beieinander. Vor allem für Linzer Fussballfans. So stand das letzte Wochenende im Zeichen von Linzer Relegationsduellen und der WM-Qualifikation. Das Resultat ist bekannt: 16 Jahre, nachdem man in Linz festgestellt hatte, dass die Stadt zu klein für zwei große Fussballvereine ist, treffen sich die ehemaligen Aushängeschilder der Sportstadt in der nächsten Saison in der dritten Leistungsklasse wieder. Dass es auch anders geht, durfte man Freitagabend beim gelungenen Auftritt unseres Nationalteams bestaunen. Auch hier schließt sich nach 16 Jahren ein Kreis. Denn so lange ist die letzte gelungene WM-Qualifikation her. Mit einem Sieg gegen Schweden hat man nun den Weg zur Weltmeisterschaft nach Brasilien bereitet.
Dort will sich ein Team zum Weltmeister krönen, das auch auf Untersützung von oben hofft: Seit mit Papst Franziskus ein Argentinier und bekennender Fussballfan die Geschicke der Weltkirche leitet, vertrauen die Südamerikaner nicht mehr nur auf die Fussballkünste von Superstar Lionel Messi und seinen Spielgefährten. Ein Segen für Fans, die ihren Enthusiasmus auf ein derart breites Fundament bauen könnnen. Für Österreich bleibt zumindest die Hoffnung, dass der Glaube an unser Team Berge versetzen kann und man in Brasilien gute Figur macht.
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