Die Schule macht bald Ferien. Für uns ist das Anlass, auf vergangene Schulzeiten zu blicken – auf die Zeit, als man an Österreichs Schulen noch kurrent schrieb.
Im September 1941 hat Martin Bormann mit einem Rundschreiben die Verwendung der deutschen Schreibschriften untersagt und damit auch Kurrent verboten. Für viele aus der älteren Generation blieb Kurrent aber eine geläufige Schrift. Später Geborene, wie ich zum Beispiel, haben Kurrent noch als Schönschreib-Übung in der Schule gehabt. Mangelnde Übung aber hat die Fähigkeit, kurrent zu schreiben, weitestgehend verschüttet, ein paar Brocken lesen zu können, hat sich aber erhalten.
Auf diese Fähigkeit nimmt das Denk Mal der heutigen Ausgabe Bezug. Ried in der Riedmark hat eine detailreiche Pfarrchronik aus der NS-Zeit. Der damalige Pfarrer machte viele Eintragungen. Er schrieb in kurrent. Aus dieser umfangreichen Quelle ist das Faksimile oben entnommen. Es enthält die Passage, in der der Pfarrer auf den Bau des KZ Mauthausens eingeht. Es stand auf dem Pfarrgebiet.
Machen Sie mit
Schicken Sie uns bis 21. Juni 2013 die „Übersetzung“ des kurrent geschriebenen Textes oben. Wir verlosen ein zeitgeschichtliches Buch. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 22 (das „Sanfte Gesetz“ hat Adalbert Stifter in der Vorrede zu seinem Werk „Bunte Steine“ geschrieben) hat Aloisia Huber aus St. Veit i. I. gewonnen. Gewinnerin des Gutscheins für den Johannesweg, gestiftet vom Oberösterreich Tourismus, gezogen aus den Einsendungen zur achtteiligen Oberösterreich-DenkMal-Serie, ist Elisabeth Schützner aus Kematen a. d. Y.