Das Fünfjahres-Jubiläum des i-Treff im Linzer Jugendzentrum Stuwe zeigt eines ganz deutlich: Ein aktives Miteinander von Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung ist ohne Weiteres möglich.
Ausgabe: 2013/24, Stuwe, integrativ, Jugendtreff
12.06.2013
- Christoph Steiner
Vor fünf Jahren wurde der integrative Treff in der Linzer Steingasse, der letztes Jahr mit dem Solidaritätspreis der KirchenZeitung ausgezeichnet wurde, gegründet. Seitdem hat er sich zu einem gemeinsamen Fixpunkt für Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung entwickelt. Jeden zweiten Donnerstag treffen sie sich hier und verbringen den Nachmittag gemeinsam.
Freizeitangebot
Das Angebot ist breit gefächert, erzählt die 15-jährige Fabia. Die Waldorfschülerin schaut fast jeden Tag nach Unterrichtsende im Stuwe vorbei. „Wir verbringen hier einfach die Nachmittage, reden und spielen gemeinsam oder schauen auch mal DVDs.“ Der Unterschied zwischen dem regulären Betrieb und den donnerstäglichen i-Treffs ist kaum bemerkbar. „Es sind dann halt mehr Leute da,“ lautet ihr Kommentar.
Rollstuhlsport
Anlässlich der Feier zum fünfjährigen Bestehen gab es auch spezielle Aktionen. So waren die Rollstuhlbasketballer von den Rebound Warriors zu Gast und luden die Jugendlichen zu Testmatches in mitgebrachten Rollstühlen ein. Zudem forderte Paralympics-Teilnehmer Hans Ruep seine jungen Gegner im Rollstuhl-Tischtennis heraus. Auch die Möglichkeit, gemeinsame Fotos zu schießen und sie anschließend an die Wand zu pinnen, fand regen Zulauf.
Gemeinsam
„Bei uns wird jeder so aufgenommen, wie er ist,“ bestätigt mir auch Leiterin Veronika Plasser den bisher gewonnenen Eindruck. Ermöglicht wird der Treff durch eine Kooperation des Evangelischen Diakoniewerks Gallneukirchen und dem Verein Kirchliches Jugendzentrum. Es werden auch Jugendliche, die Unterstützung brauchen, von Vertrauenspersonen im i-Treff begleitet.
Solidaritätspreis
Das Ziel des Projekts, Berührungsängste zwischen Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung abzubauen, scheint auf jeden Fall voll aufzugehen.