BRIEF_KASTEN
Gleich neben meinem Computer liegt es, das neue Diensthandy, auf das ich sehnsüchtig gewartet habe, weil das alte schon ziemlich kaputt ist. Ich muss nur noch die Zeit finden, es neu zu installieren, dann kann ich doch noch etwas von meiner Liste streichen von dem, was ich bis Weihnachten gern erledigt hätte.
Es ist jedes Jahr dasselbe: möglichst viele Aufgaben einzuplanen, um sich dann kurz vor Weihnachten einzugestehen, dass sich doch nicht alles ausgeht. Der Stress gehört zur Adventzeit wie das Amen im Gebet oder die vielen Ratgeber, die einem jedes Mal bei Beherzigung ein paar sehr leicht umzusetzender Tipps endlich zur stressfreien Vorweihnachtszeit verhelfen sollen.
Vieles stimmt davon ja auch, wie etwa der Tipp in der letzten Kirchenzeitung, dass weniger mehr ist, also beispielsweise auch drei Sorten Kekse zu backen (und nicht zwanzig) genügt.
Wobei ich einen Advent ohne Hast nicht brauche. Die nervenaufreibenden Momente auf der Zielgeraden zu Weihnachten gehören zur „schönsten Zeit“ irgendwie dazu wie die glitzernden Dekos oder das Hoffen auf Schnee. Insofern ist auch der Stress ein liebgewonnes Ritual. Vor allem würde es mich zusätzlich aufreiben, einen Advent ohne Stress „schaffen zu müssen“. Solange die Hektik zu und nach den Weihnachtsfeiertagen pausiert, ist alles okay.
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