BRIEF_KASTEN
Zu dem Leserbrief „Einpeitscher“ in Ausgabe 10:
In Zeiten, in denen Demokratie und Pressefreiheit weltweit gefährdet sind, kann man über kritische, unabhängige Medien nur dankbar sein. Wenn die KirchenZeitung die Dinge beim Namen nennt, ist das Ehrlichkeit, alles andere wäre verlogen. Man kann den Redakteur/innen dafür nur dankbar sein. Wer die Dokumentation „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ gesehen hat, kann zu den himmelschreienden Skandalen nicht schweigen! Wenn die katholische Kirche wieder glaubwürdig werden will, muss sie sich radikal von jenen Priestern trennen, die ihr Ansehen derart besudelt haben. Hingegen sollten Weiheämter jenen offen stehen, die von Gott berufen und geeignet sind, egal welchen Geschlechts und Standes. Das Thema ist nicht nur vorrangig, sondern wird sogar die Zukunft der Kirche entscheiden.
Lothar Schultes, per E-Mail
Zu „Verbundenheit und Heilung fördern“ in Ausgabe 9:
Danke, Herr Bischof Manfred Scheuer! „Bischofswort“ klingt für uns wesentlich angenehmer als „Hirtenbrief“. Sie haben auch eine Sprache gewählt, die gut verständlich ist. Ihr Bischofswort zur Fastenzeit 2022 beinhaltet alles, wie es fast in jedem Leben mal vorkommt. Größere und kleinere Baustellen – Prozesse aus meinem Leben spiegeln sich darin. Sorge und Achtsamkeit bleiben eine Lebensaufgabe.
Maria Mayer, Molln
Zu „Vom Wachstum der Bevölkerung“ in Ausgabe 8:
Das Interview mit Joachim Wiemeyer hat mich positiv überrascht. Besonders die Aussage, dass in den Ländern (vorwiegend in Afrika) mit sehr kinderreichen Familien die Frauen gestärkt gehören, um eine effektive Empfängnisverhütung zu betreiben. Eine Anpassung der Sexualethik wird offensichtlich im Reformprozess in Deutschland diskutiert. Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Ist doch meiner Meinung nach das Credo „Fortpflanzung und Zeugen von Nachkommen um jeden Preis“ nach wie vor die Botschaft der offiziellen Kirche. Hat doch auch Papst Franziskus zuletzt kritisiert, dass die Europäer zu wenig Kinder und zu viele Haustiere haben, denen sie ihre ganze Liebe und Zuneigung schenken (da ist schon etwas dran). Leider sind die Bischöfe in Afrika noch sehr „altmodisch und konservativ“, egal welche Auswirkung dies auf das aktuelle Leben der Christen und Christinnen, der Kinder und die Umwelt hat. Gott sei Dank gibt es auch kritische Stimmen!
Pia Knogler, per E-Mail
Dankerfüllt durfte ich im Alten Dom eine heilige Messe, Anbetung, Beichte, Krankensalbung und „Heilungsgebet“ erleben. Dieses umfangreiche Angebot war eine besondere Gnadenfülle. Eine wünschenswerte, Notwendende REHA in jeder Kirche und für die Kirche in dieser Zeit. „Kirche weit denken“ ist für mich von der Taufe bis zum ewigen Leben begleiten, stärken und heilen.
Maria Weissinger, per E-Mail
Zu „Dekanatsrat für Änderung im Vaterunser“ in Ausgabe 10:
Dieser Artikel bedarf dringender Ergänzungen:
1. Nicht nur die italienische, sondern auch die französische Bischofskonferenz hat die Passage „und führe uns nicht in Versuchung“ an die aramäische Bitte „führe uns in der Versuchung“ angeglichen.
2. Jesus sprach Aramäisch, weder Griechisch noch Latein.
3. Selbst der Papst Franziskus schlägt die Version vor: „Und laß uns nicht allein in der Versuchung“.
4. Der Druck und das Verlangen an die österreichische Bischofskonferenz eine Änderung betreffend werden nicht nachlassen.
Dr. Gerhard Bayer, Pöndorf
Zu einem Leserbrief in Ausgabe 9:
Manche Leserbriefe strotzen geradezu vor Selbstgerechtigkeit, z. B. jener mit dem Titel „Opferbereite Priester“. Auch Priester sind Menschen aus Fleisch und Blut und wenn sie, etwa in schon höherem Alter, mit zwei, drei und manchmal noch mehr Pfarren nicht nur geistig, sondern auch körperlich überlastet sind und es nicht immer schaffen, ihre Pflicht „freudig“ zu erfüllen, sind sie deswegen noch lange keine „lauen Priester“, wie die Autorin sich anmaßt zu unterstellen! (...)
Franz Pichler, Perg
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