BRIEF_KASTEN
Die Wochenenden gehören oft dem Fußball und dem Mitfiebern am Spielfeldrand, wenn unser Sohn spielt. Ich hätte es ihm und seinen Teamkollegen natürlich gewünscht, dass in der heurigen Herbstsaison – so wie vor einem Jahr – wieder der Meistertitel winkt. Stattdessen läuft es unrund und die Stimmung ist dort angekommen, wo das Team derzeit in der Tabelle ist: ganz unten. Der Sport lässt einen alle Emotionen intensiv durchleben. Das macht den eigentlichen Reiz aus, dass eben beides vorkommt: Sieg und Niederlage. So wie im „richtigen“ Leben. In den höchsten Spielklassen wird dieses Prinzip jedoch immer mehr ausgehebelt. Auch in Österreich, wo es nur noch einen Serienmeister gibt, was nur langweilig ist. Die überbordende Kommerzialisierung des Fußballs hat es mit sich gebracht, weil die reichen Vereine immer reicher werden und sportlich dadurch extrem dominant sind. Die vielen, äußerst ungleich verteilten Millionen tun dem Fußballsport insgesamt nicht gut. Ein Trost bleibt für mich, dass Fußball abseits der großen Bühne viel mehr ist als die unsinnige Weltmeisterschaft in Katar oder die Siege der superreichen Klubs.
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