BRIEF_KASTEN
Für uns beginnt mit dem 1. Jänner ein neues Kalenderjahr. Das hätte sich auch anders entwickeln können.
Erst 1691 hat Papst Innozenz XII. den Neujahrstag auf dem 1. Jänner fixiert. Davor (und zum Teil auch danach) gab es verschiedene Stile des Jahreswechsels.
Innozenz hat sich für den Circumcisionsstil entschieden: Acht Tage nach der Geburt wurden und werden jüdische Buben beschnitten. Das galt auch für Jesus (Lk 2,21). Acht Tage nach Weihnachten ist der 1. Jänner, früher das Fest der Beschneidung des Herrn. Sehr verbreitet war früher auch der Jahreswechsel zum 6. Jänner.
Es gab auch einen Jahreswechsel am 25. März (Mariä Verkündigung), am 25. Dezember (Weihnachtsstil) oder zu Ostern. Letzterer hatte es natürlich in sich: Das Fest ist beweglich, also nicht jährlich am gleichen Datum. Das bedeutet auch, dass es in diesem Jahr kürzere und längere Jahre gab. Bis heute müssen Historiker:innen wissen, in welchem Stil eine mittelalterliche Urkunde datiert ist. Heinz Niederleitner
Machen Sie mit!
Der Jahreswechselstil am 6. Jänner ist nach einem Kirchenfest benannt. Wie heißt er?
Einsendungen bis 14. Jänner 2023 an: Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 8, 4020 Linz; gewinnen@kirchenzeitung.at
Lösung aus Ausgabe 50: Qumran.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>