BRIEF_KASTEN
Am Sonntag ist Anpfiff der Fußball-WM in Katar. Unter welchen Machenschaften die WM in den Wüstenstaat kam, unter welch unmenschlichen Bedingungen die Arbeiter die Stadien bauen mussten, ist hinlänglich bekannt.
Aber jetzt, da es losgeht, stellt sich die Frage für viele Menschen – auch für den Chefredakteur der KIZ – neu: Wie mit der WM umgehen?
Achselzuckend die Realität zur Kenntnis nehmen oder doch bewusst auf das Anschauen der Spiele im Fernsehen verzichten? Den Protest erleichtert die Tatsache, dass sich die österreichische Nationalmannschaft entschlossen hat, nicht an der WM teilzunehmen. Diese Entscheidung dürfte bei den Qualifikationsspielen gereift sein. Alles in allem lässt sich aber keine befriedigende Antwort finden. Vielleicht hilft ein Umweg, das Dilemma Fussball-Schauen oder Protest ein wenig aufzulösen.
Die WM könnte ein Anlass sein, den rund 300.000 Christ/innen, die in Katar als Gastarbeiter leben, Solidarität zu zeigen. Die meisten sind Philippinos und Inder, viele dankbar für die Heimat, die ihnen die Kirche unter ihrem großartigen Bischof Paul Hinder gibt.
Josef.Wallner@Kirchenzeitung.at
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