BRIEF_KASTEN
Das Ergebnis ist ebenso klar wie erschütternd. Das Meinungsforschungsinstitut OGM hat im Auftrag der Tageszeitung „Kurier“ die „Präsenz von Institutionen in der bisherigen Krise“ erhoben und wie die einzelnen Einrichtungen dabei aufgefallen sind. Mit nur 21 Prozent positiv und 60 Prozent nicht (positiv) aufgefallen liegt die Kirche weit abgeschlagen an vorletzter Stelle. Nur die Europäische Union wird noch deutlich schlechter beurteilt, was aber nicht wirklich ein Trost ist. Das Ranking führen Bundesregierung (77 % positiv), Polizei (75 %), Bundesheer, Arbeitsmarktservice und Sozialpartnerschaft (60 %) an. Die Bewertung der Kirche – quer durch die Bevölkerung – ist katastrophal. Da irgendwie an der vielleicht nicht ganz klaren Fragestellung herumzunörgeln, bringt nicht weiter. Dieses Ergebnis lässt sich nicht umdeuten. Es macht vor allem ratlos, wenn man auf die bei der KirchenZeitung eingehenden E-Mails aus den Pfarren schaut: welchen Schub an Ideen und Aktivitäten die Corona-Krise freigesetzt hat, ist beeindruckend und bewundernswert. In der Zeitung und darüber hinaus auf der Website (www.kirchenzeitung.at) finden sich Beispiele dieser Lebendigkeit. Warum hat das Engagement Zigtausender offenbar keinen Einfluss auf das Image der gesamten Kirche? Dass Kirche nicht von Umfragen lebt, ist klar. Aber so richtig beruhigen will diese Tatsache nicht.
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